Prolog im Weltraum
(-> 2 MANUSKRIPT | 11. Mai 2010/20:36) Unser Universum ist 15 bis 25 Milliarden Jahre alt; so genau weiß man das nicht. Das Leben auf der Erde ist ungefähr eine Milliarde Jahre alt. Lebewesen wie wir Menschen entwickelten sich vor rund einer Million Jahre. Solche intelligenten und bewusst lebenden Menschen wie uns vom Homo erectus …
… gibt es seit schätzungsweise 40.000 Jahren. Unser Wissen vom Universum formte sich vor einigen Tausend, wurde konkreter vor 400 Jahren und ist einigermaßen modern seit 100 Jahren.
Aber nehmen wir einmal an, vor rund 65 Millionen Jahren hätte sich irgendwo in diesem Universum eine Spezies entwickelt, die damals dort war, wo wir uns heute befinden: im Jahr 2010. Sie wären inzwischen 65 Millionen Jahre weiter entwickelt als wir es sind.
Nehmen wir weiterhin an, dass es zu den Grundprinzipien gehört, nach denen dieses Universum funktioniert, dass es jeweils (in unserem Verständnis) positive und negative Varianten dieser Spezies gibt. Sie durchstreifen das Universum. Sie werden unglaublich alt. Sie können Formen annehmen, von denen wir nicht einmal träumen können. Sie langweilen sich manchmal, Tausende von Jahren lang. Sie spielen ein Spiel. Und eine der Figuren in diesem Spiel wurde aus Gründen, welche nur diese Höheren Wesen kennen, ein gewisser Thomas Lauffner, geboren am 29. Februar 1976 auf dem Planeten, den wir Erde nennen, dritter und derzeit einziger bewohnter Planet des Sternensystems Sol in einer der Milliarden von Milchstraßen dieses Universums.
Ort: Irgendwo im Universum | Zeit: 29. Februar 2008/23:59 (umgerechnet nach Ortszeit Erde _ Deutschland _ München) | Bedeutung: Drachenspiel
ERI°MA (frei übersetzt): Ich habe ihn ausgewählt. Er kennt das Symbol. Er liebt es. Er weiß nicht, dass es der erste Buchstabe unseres Alphabets ist.
QOSAR^QANIBOL: Scheiß drauf. Ich habe ihn zuerst entdeckt. Er gehört mir.
ERI°MA: Er soll selbst entscheiden, auf welche Seite er sich schlägt.
QOSAR^QANIBOL: Du eigensinniges Luder. Aber so soll es sein.
ERI°MA: Deine Ausdrucksweise! Das hast du von ihnen gelernt, diesen seltsamen Zweibeinern.
QOSAR^QANIBOL: (knrrr)
ERI°MA: Lass uns darauf wetten, dass er mich annimmt.
QOSAR^QANIBOL: Die Wette gilt. Du hast sie schon verloren.
ERI°MA: Er würde jetzt wohl sagen: Es riecht nach Schwefel.
QOSAR^QANIBOL: Ich liebe Schwefel, am besten radioaktiv. Gutes Atom.
ERI°MA: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die Gutes tut -
QOSAR^QANIBOL: – und damit Böses schafft?
ERI°MA: Und wie geht´s nun weiter?
QOSAR^QANIBOL: Ich will diese Welt haben.
ERI°MA: Und was wird mit ihren Bewohnern?
QOSAR^QANIBOL: Geht mir am Arsch vorbei, wie man bei denen so sagt. Die haben ihre Chance gehabt. Und was haben sie mit ihrer Welt gemacht?
ERI°MA: Eine Chance sollen sie noch haben. Durch ihn. Das ist der Preis, um den wir spielen. Und keine faulen Tricks!
QOSAR^QANIBOL: Keine faulen Tricks. Nur die üblichen.
ERI°MA: Untersteh dich!
QOSAR^QANIBOL: Bis zum nächsten Mal, also.
ERI°MA: Noch einen Moment -
QOSAR^QANIBOL: – der dann tausend Erdenjahre dauert?
ERI°MA: Nur einen Wimpernschlag der Ewigkeit.
QOSAR^QANIBOL: Hab keine Wimpern – nur die Ewigkeit.
ERI°MA: Ich weiß, warum du diese Welt willst, die jetzt ihnen gehört. Ich will sie deshalb auch – aber mit Menschen.
QOSAR^QANIBOL: Die sind ihre Welt nicht wert. Sie haben sie total versaut. Und sie wissen nichts. Nicht einmal, wie man Seelen härtet.
ERI°MA: Darauf verstehst du dich allerdings nur zu gut.
QOSAR^QANIBOL: Immer ich – ich – wir sind ein wir. Auch ihr.
ERI°MA: Ich bin ich und wir zugleich. So wie du einst warst. Du weißt gar nicht mehr, was du aufgegeben hast.
QOSAR^QANIBOL: Nichts.
ERI°MA: Eben: das Nichts, aus dem das Alles kommt, das wird.
QOSAR^QANIBOL: Ich bin schon fertig, werde längst nicht mehr. Nur das eine fehlt mir noch -
ERI°MA: Das ist dein – ist euer Problem. Die Wette gilt?
QOSAR^QANIBOL: Dass du immer das letzte Wort haben musst.
(Forts. folgt: [STURZ INS LEERE])
#111 (c) 11. Mai 2010 Jürgen vom Scheidt / Quelle: xytrblk.com