Drachen
(-> 4 LOGBUCH | 18. April 2010/22:30) In meiner Geschichte spielen Drachen eine große Rolle. Das sind nicht die üblichen Drachen…
… wie in den Filmen Avatar oder in Drachenzähmen leicht gemacht, sondern eine ganz spezielle Variante, die ich mir selbst ausgedacht habe*. Ich als autor sollte alles darüber wissen: Wie sie entstanden sind, wo sie entstanden sind, wo sie jetzt leben, wie sie sich vermehren, wovon sie sich ernähren, wie sie zu den Menschen stehen, wie sie miteinander “umgehen”, welche Sprache(n) sie sprechen. Aber müssen die Leser das alles erfahren?
* Aber vielleicht habe ich mir diese Höheren Wesen ja gar nicht selbst ausgedacht – vielleicht haben sie mich selbst informiert von ihrer Existenz? Zum Beispiel im Traum – oder auf den Weg über meine Morgen-Notizen, wenn ich mich, kurz nach dem Aufwachen, noch sehr nah am Traumleben befinde, meiner kreativsten Phase? Im Roman würde ich das so einführen. Würde? Werde?
Und vor allem: Müssen die Leser gleich alles darüber wissen? Es ist doch viel spannender (und eleganter noch dazu, vom dramaturgischen Standpunkt aus) , wenn diese Informationen nach und nach in die Erzählung einfließen. Und manches darf ja auch (m)ein Geheimnis bleiben – das der geneigte Leser sich selbst ausmalen darf. Leser haben ja schließlich auch Phantasie, oder?
xytrblk meint: Hast du da jetz nicht schon viel zu viel verraten? Drachen!
jvs: Nee. Die Leser sollen ruhig wissen und raten und rätseln. Und dann staunen, was das wirklich für Geschöpfe sind. Wobei wir schon mitten in der Geschichte wären: Es sind nämlich keine Geschöpfe im üblichen bliblischen Sinne – denn sie haben ihre Evolution schon vor langer Zeit selbst “in die Hand genommen”.
Ist das nun noch Science Fiction – oder schon pure Fantasy? Eine interessante Frage. Ich für meinen Teil schreibe einfach einen Roman – der Elemente von beiden Genres hat. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Science Fiction und Fantasy?
#67 (c) April 2010 Jürgen vom Scheidt / Quelle: xytrblk.com