Diktieren geht nicht

(4 Logbuch) Die Arbeit an diesem Roman steht seit Jahresanfang unter keinem guten Stern.

Monatelang hat uns der Umzug beschäftigt. Und jetzt, wo ich wieder loslegen könnte – stimmt irgendetwas mit dem Headset nicht resp. mit dem ganzen Sound-System; denn auch Musik lässt sich nicht mit dem PC abspielen. Außerdem möchte ich mir endlich die neueste Version des DRAGON Naturally Speaking besorgen.

Da ich zur Zeit ohnehin zwischen zwei Wohnung gewissermaßen im Nichts schwebe (erst ab 15. August können meine Frau und ich in die neue Bleibe in der Winzererstraße einziehen) befindet sich auch mein Romanschreiben in einem seltsamen Schwebezustand. Mit den Möbeln und 167 (!) Kartons befinden sich auch sämtliche Materialien und Unterlagen zum Projekt “Verschwörung der Anderen” in einem Lager und ich komme nur sehr umständlich dran – es sei denn, ich gehe in dieses Lager; wozu ich, schon aus Zeitgründen, keinerlei Lust habe.

Inzwischen hat sich jedoch ein völlig neues Roman-Projekt entwickelt – gewissermaßen ein Prequel zu dem Projekt, für das ich diese xytrblk-Website gestartet habe. Aber so ist das eben mit dem Romanschreiben.

Ich tröste mich einstweilen mit Mark Twain, der auch mitten in der Arbeit an einem seiner Bücher ein neues begann, dann ein drittes – dann wieder in das erste einstieg und so weiter. Er hat vielleicht nicht alles veröffentlich, was er begonnen hat; – aber etliche beachtliche Erzählungen hat er jedenfalls abgeschlossen und publiziert.

Vielleicht sollte ich ihn zu meinem Schutzheiligen machen? -

Vielleicht sollte ich noch erwähnne, wo ich diesen Text gerade verfasse: An meinem Arbeitsplatz im Combinat 56. Das ist eine Art Großraumbüro für Freiberufler, wo sich ein Platz für einige Tage (oder auch länger)  mieten lässt. Ideal, wenn man – wie ich für einige Wochen – nicht in der gewohnten Umgebung arbeiten kann. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, mit den anderen Co-Workern in Kontakt zu kommen und interessante Leute kennenzulernen. Wenn man will. Man muss aber nicht. Jedenfalls ein gutes Übungsfeld für Networking.

Ob so die Zukunft der Arbeit aussieht?

Diktieren könnte ich hier allerdings nicht – das würde den anderen tierisch auf den Geist gehen. Man ist hier sehr diskret und geht rücksichtsvoll miteinander um.

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