1 Monika di Bernardo
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Ich bin inzwischen sechsundfünfzig Jahre alt und schreibe seit meinem zwölften Lebensjahr. Damals habe ich einen Roman begonnen, bei dem es um ein krankes Pferd ging, das von einem zwölfjährigen (!) Mädchen gerettet wird. Da ich diesen Roman auch selbst illustrierte, bin ich über die ersten Seiten und die dazugehörige Zeichnung leider nicht hinausgekommen.
In den nächsten Jahren schrieb ich hauptsächlich Tagebuch und dann überhaupt nicht mehr.
Begonnen habe ich wieder bei Jürgen vom Scheidt im IAK (damals noch Münchner Schreibwerkstatt) als ich schon ziemlich erwachsen war. Seitdem sind unzählige Kurzgeschichten und Textfragmente entstanden. Eine der Kurzgeschichten gelangte sogar unter die ersten Zehn eines kleinen Literaturwettbewerbes. Das hat mir immerhin eine Reise nach Berlin eingebracht.
Zurzeit arbeite ich (neben den Fragmenten die zwischendurch entstehen) an einem Roman.
In meinem „anderen Leben“ bin ich Apothekerin und arbeitete in einer kleinen Apotheke am Stadtrand. Da mir dieser Beruf keine Freude mehr machte, habe ich mir was Neues gesucht. Darüber demnächst mehr.
Ich wünsche mir, dass ich neue Perspektiven entwickeln kann und dass das „andere Leben“ dadurch immer weniger Raum einnimmt – und dann ist endlich: „Zeit zum Schreiben“!
Hier finden Sie meine Story Die Tabellenfrau – und hier mein aktuelles Roman-Projekt: Die Brauerei (Arbeitstitel).
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Mein Roman-Projekt spielt in einer Brauerei. (Mehr demnächst). Und so geht es mir zur Zeit damit:
Heute bin ich zu spät aufgestanden. Ich muss ein bisschen schneller frühstücken. Zum Glück rutschen Mango und Joghurt gut. Für den Tee kann ich mir dann mehr Zeit lassen.
Alles was ich nun brauche liegt schon bereit: Kugelschreiber und Spiralheft, die Eieruhr. Ich stelle die Uhr auf eine Viertelstunde, laut beginnt sie zu ticken. Das Thema für meine heutige Übung ist mir schon in der Dusche eingefallen: „Warum verliebt sich Hermann in Pippa?”
Das ist nicht schwer. Obwohl ich Hermann noch nicht so gut kenne, fliegen mir die Ideen zu. Mein Stift saust übers Papier und als der Wecker scheppert, schrecke ich auf, bin noch längst nicht fertig. Aber das Wichtigste ist festgehalten.
Zufrieden fahre ich in die Arbeit.
#86 (c) April 2010 (Sep 2009) Monika di Bernardo/ Quelle: xytrblk.com und minotauros-projekt.de