DRAGON-Höhle: Fütterung

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[-> 1 ATHANOR | 8. April 2010/22:50] Hier werden alle neuen Texte zuerst eingestellt. Vorangestellt wird jedoch stets – in zwei Spalten – das aktuelle DIKTAT samt seinen KORREKTUREN. Ich nenne dies: den DRACHEN füttern. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen… 

 

Jürgen vom Scheidt

… denn dies sind Texte, die entweder ad hoc frei formuliert oder nach handgeschriebenen Texten diktiert wurden. Dazu benütze ich die Software DRAGON Naturally Speaking – für die ich hier ein wenig Werbung machen möchte, weil sie eine hervorragende Unterstützung jeder ausgedehnteren Schreibtätigkeit ist. 

Von hier im Durchlauferhitzer wandert der – nochmals überarbeitete – Text dann in das eigentliche KAPITEL. 

(-> 2 MANUSKRIPT | 3. April 2010/16:10) Der folgende Albtraum ist Teil eines filmartigen Fortsetzungs-Abenteuers, das die Hauptfigur Lauffner während einer Reihe von Abenden beim Einschlafen immer wieder mit sich reißt. Bis ihm dämmert, was es damit auf sich hat.

DIKTAT KORREKTUR des Diktats
Kurz vor dem Tod ein goldenes Ding Thomas Lauffner ging auf die blau leuchtende Linie zu, die quer vor dem Eingang in das Höhlensystem verlief. Das stumpfe Indigo, dass allmählich heller zu klemmen [glimmen] begann, kannte er bereits. Aber als das damit verbundene Gefühl des gefährlichen immer aggressiver und bösartiger wurde und die blaue Linie sich plötzlich in eine Wand grell zuckende Blitze verwandelte, fuhr er doch erschrocken zurück.
Dieser seltsame Zustand war ihm ja bereits vertraut, in dem er wusste, dass er träumte und zwar in Fortsetzungen, die immer wieder bei demselben Punkt anfingen, dann aber über das Ende des vorangehenden Traums und den dabei erlebten Tod hinaus in eine neue Szene weiter führten.
 Kurz vor dem Tod ein goldenes Ding  Thomas Lauffner ging auf die blau leuchtende Linie zu, die quer vor dem Eingang in das Höhlensystem verlief. Das stumpfe Indigo, das allmählich heller zu glimmen begann, kannte er bereits. Aber als das damit verbundene Gefühl des Gefährlichen immer aggressiver und bösartiger wurde und die blaue Linie sich plötzlich in eine Wand grell zuckende Blitze verwandelte, fuhr er doch erschrocken zurück. 
Dieser seltsame Zustand, in dem er wusste, dass er träumte, war ihm ja bereits vertraut, und dass es sich um Fortsetzungen handelte, die immer bei derselben Szene anfingen, dann aber über das Ende des vorangehenden Traums und den dabei erlebten Tod hinaus in eine neue Situation weiter führten.
Gleichzeitig war er trotz dieses Wissens unfähig, das Geschehen der Handlung zu steuern. Als schiebe ihn von hinten eine riesige Faust mit harten Knöcheln unerbittlich weiter, überquerte er die Linie blauer Blitze, spürte die beißenden Schmerzen, roch den Qualen [Qualm] des Pferde schmorten [verschmorten] Fleisches, wo die Blitze durch seinen Körper drangen, schrie auf und konnte gar nicht anders, als hineinrennen in den Tunnel hinter dem Totenschädel grinsend [totenschädelgrinsenden] Tor, dass ihm diesmal irgendwie lächerlich und gar nicht mehr bedrohlich vorkam. Er stolperte wie jedes Mal zuvor die Rampe hinunter. Überquerte den kleinen unterirdischen Platz, auf den gleich die eifernden [geifernden], knurrenden Bluthunderassen [Bluthunde rasen] würden, die ihn beim ersten Mal so gnadenlos zerrissen hatten. Schon vermeinte er, ihre harten Krallen in der Ferne über das Kopfsteinpflaster kratzen zu hören, rannte in eine der anderen Gassen hinein, diesmal die dritte von rechts, wie er sich bei aller Traumverlorenheit genau bewusst war, lief die kleine Treppe hinauf dort am Ende der Gasse zwischen den blind Fensterlädenhäusern [blindfenstrigen Häusern], sah das Loch in der Straße, in dessen Tiefe es gefährlich korrigierte gurgelte, sprang hinüber. Er glaubte sich schon sicher auf der anderen Seite, wo sich drei neue Gassen öffneten, wollte die mittlere nehmen — als von hinten ein Schlangen ähnlicher Tentakeln [schlangenähnlicher Tentakel] hoch schoss, den er nur als zuckenden Schatten über die dunklen fensterlosen Häuserfassaden huschen sah. Bevor ihn der Rüssel des Ungeheuers ganz um Schlangen [umschlingen] konnte, bevor sein Bewusstsein erwürgt erlosch – da sah er das goldene glänzende Ding über die Straße cooler [kullern]. Mit hellem Klang, wie ein Glöckchen in der Weihnachtszeit, das die Bescherung im Zimmer mit dem Lichterbaum und den geschenkten [Geschenken] ankündigte - Gleichzeitig war er trotz dieses Wissens unfähig, das Geschehen der Handlung zu steuern. Als schiebe ihn von hinten eine riesige Faust mit harten Knöcheln unerbittlich weiter, überquerte er die Linie blauer Blitze, spürte die beißenden Schmerzen, roch den Qualm des Pferde schmorten [verschmorten] Fleisches, wo die Blitze durch seinen Körper drangen, schrie auf und konnte gar nicht anders, als hineinrennen in den Tunnel hinter dem totenschädelgrinsenden Tor, dass ihm diesmal irgendwie lächerlich und gar nicht mehr bedrohlich vorkam. Er stolperte wie jedes Mal zuvor die Rampe hinunter. Überquerte den kleinen unterirdischen Platz, auf den gleich die geifernden, knurrenden Bluthunde rasen würden, die ihn beim ersten Mal so gnadenlos zerrissen hatten. Schon vermeinte er, ihre harten Krallen in der Ferne über das Kopfsteinpflaster kratzen zu hören, rannte in eine der anderen Gassen hinein, diesmal die dritte von rechts, wie er sich bei aller Traumverlorenheit genau bewusst war, lief die kleine Treppe hinauf dort am Ende der Gasse zwischen den blindfenstrigen Häusern, sah das Loch in der Straße, in dessen Tiefe es gefährlich gurgelte, sprang hinüber. Er glaubte sich schon sicher auf der anderen Seite, wo sich drei neue Gassen öffneten, wollte die mittlere nehmen — als von hinten ein schlangenähnlicher Tentakel hochschoss, den er nur als zuckenden Schatten über die dunklen fensterlosen Häuserfassaden huschen sah. Bevor ihn der Rüssel des Ungeheuers ganz umschlingen konnte, bevor sein Bewusstsein erwürgt erlosch – da sah er das goldene glänzende Ding über die Straße kullern. Mit hellem Klang, wie ein Glöckchen in der Weihnachtszeit, das die Bescherung im Zimmer mit dem Lichterbaum und den Geschenken ankündigte  
Keuchend tauchte er aus der Traumtiefe auf. Er spürte sein nass geschwitztes die-Shirt [T-Shirt], riss es sich vom Oberkörper, taumelt ins Bad, wo er sich das kalte Wasser ins Gesicht schüttete und am Körper verliebte [verrieb], eine Hand voll nach der anderen.
Die Atemlosigkeit und das Entsetzen über den neuerlichen schmerzhaften Tod wich allmählich einem leisen Seufzer der Erleichterung, dass er wieder erwacht war und noch dazu unversehrt. Noch später kam so etwas wie ein Triumphgefühl auf, dass er es diesmal ein ganzes Stück weiter in diese rätselhafte labyrinthische Struktur hinein geschafft hatte, diese Herausforderung zu überleben.
Das ist wie ein Intelligenztest, durchfuhr es ihn, und ich bin die menschliche Ratte, wie man durch diese Verzugsanordnung schickt!
Aber das war natürlich Blödsinn, dachte er weiter, nun schon ganz ruhig atmend. Außerdem war das ja kein richtiges Labyrinth, sondern ein Messer [maze] , ein Irrgarten, so wie man ihn für Tierversuche in der Tat verwendete. Das nächste Mal reine [renne] ich etwas schneller, dachte er grimmig, springe weiter, packe dieses goldene Ding und laufe in die erste, in die rechte Gasse hinein. Mal schauen, was dann passiert mit mir. Aber noch lieber wäre mir, dass ich in Ruhe schlafen kann.
An weiterschlafen war allerdings nicht mehr zu denken; zu tief steckte ihm das Entsetzen über das neuerliche Sterben noch in den Gliedern, über den in das unversehrte aufwachen nicht hinweg trösten [hinwegtrösten] konnte. Es war ja möglich, dass die rätselhafte Macht, die ihn da Nacht für Nacht durch diese Struktur hetzte, irgendwann genug von diesem Spiel hatte – und sich ihres Spielzeugs entledigte! Oder dass sein Körper diese Schocks nicht mehr aus hielt [aushielt] und das Spiel seinerseits beendete. Durch einen ganz banalen Herzstillstand.
Keuchend tauchte er aus der Traumtiefe auf. Er spürte sein nass geschwitztes T-Shirt, riss es sich vom Oberkörper, taumelt ins Bad, wo er sich das kalte Wasser ins Gesicht schüttete und am Körper verrieb, eine Hand voll nach der anderen.
Die Atemlosigkeit und das Entsetzen über den neuerlichen schmerzhaften Tod wich allmählich einem leisen Seufzer der Erleichterung, dass er wieder erwacht war und noch dazu unversehrt. Noch später kam so etwas wie ein Triumphgefühl auf, dass er es diesmal ein ganzes Stück weiter in diese rätselhafte labyrinthische Struktur hinein geschafft hatte, diese Herausforderung zu überleben.
Das ist wie ein Intelligenztest, durchfuhr es ihn, und ich bin die menschliche Ratte, wie man durch diese Verzugsanordnung schickt!
Aber das war natürlich Blödsinn, dachte er weiter, nun schon ganz ruhig atmend. Außerdem war das ja kein richtiges Labyrinth, sondern ein maze , ein Irrgarten, so wie man ihn für Tierversuche in der Tat verwendete. Das nächste Mal renne ich etwas schneller, dachte er grimmig, springe weiter, packe dieses goldene Ding und laufe in die erste, in die rechte Gasse hinein. Mal schauen, was dann passiert mit mir. Aber noch lieber wäre mir, dass ich in Ruhe schlafen kann.
An Weiterschlafen war allerdings nicht mehr zu denken; zu tief steckte ihm das Entsetzen über das neuerliche Sterben noch in den Gliedern, über den in das unversehrte Aufwachen nicht hinwegtrösten konnte. Es war ja möglich, dass die rätselhafte Macht, die ihn da Nacht für Nacht durch diese Struktur hetzte, irgendwann genug von diesem Spiel hatte – und sich ihres Spielzeugs entledigte! Oder dass sein Körper diese Schocks nicht mehr aushielt und das Spiel seinerseits beendete. Durch einen ganz banalen Herzstillstand.
 (Kurzfassung – auch für Twitter:)Thomas Laufnner gerät in einer Serie von Albträumen, an deren Ende er jeweils stirbt, immer tiefer in ein unterirdisches Labyrinth.  (Fortsetzung folgt:
Beim nächsten Mal: in dem goldenen Ding findet Lauffner eine kleine gläserne Pyramide. Allmählich wird ihm klar, dass dies keine gewöhnlichen Albträume sein können, sondern dass er von irgendeiner unheimlichen Macht beeinflusst wird.) 

 

#47 (c) April 2010 Jürgen vom Scheidt / Quelle: xytrblk.com

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